Nachdem ich erstmal angekommen bin, musste ich mir natürlich eine neue Bleibe suchen. Da kam mir in Erinnerung von einem Freund. Er hatte mir aus Irland das Thema WorkAway ans Herz gelegt. Somit habe ich mein Profil erstellt, einige Hosts angeschrieben und bekam Antwort von einer Großfamilie.

Auf zu WorkAway!

Am Tag nach dem Schneesturm ging es Richtung Bahnhof. Es ist bemerkenswert, das öffentliche Verkehrssystem funktioniert auch mit einer menge Schnee noch wunderbar!

Der Zug (nein- nicht der Bus) hat allerdings etwas Verspätung. Ich meldete mich bei meinem WorkAway Host um sie um meine Verspätung zu informieren. Allerdings ist Rob, der mich abholen wird schon unterwegs und besitzt kein Cellphone.

In Vaudreuil wartete Rob schon auf mich. Wir hatten ein super Gespräch über alle möglichen Dinge im Leben, seine Familie, meine Familie. Seine Familie hat 2012 ein Haus gebaut, alles selbst mit eigenen Händen. Er hatte einen Arbeitsunfall bei Air Canada, und ist nun seit 2011 Arbeitsunfähig.

Am Haus angekommen war ich wirklich erstaunt, was die Familie dort auf die Beine gestellt hat! Das Haus sieht aus wie eine Luxusvilla, mit einer riesen Doppelstöckigen Fensterfront auf der Sonnenseite, einem super Kamin, ein Multimedia-Raum im Basement mit selbstgebauten Lautsprechern.. ich war erstmal baff.

Zusammensetzung der Familie

Die Familie hat mich herzlich aufgenommen. Lia, die Frau im Haus ist im Urlaub - in Deutschland.. :D
Sie war abgereist, ein paar Tage bevor ich kam. Sie war mit einer Tochter (Grace), Grace's Mann und deren jüngste Tochter (Rebecka) in Deutschland um Bethany (Lias Tochter) zu besuchen. Bethany hatte einen WorkAwayer geheiratet und die zwei Leben aktuell in Wuppertal.

Somit war ich erstmal mit Rob (56), Esther (19), Victoria (17) und Isaiah (16) im Haus.
Das sind lange nicht alle Söhne und Töchter.. insgesamt gibt es 9 Söhne und Töchter!

Es hat nicht lange auf sich gewartet, da hab ich alle anderen nach und nach kennen gelernt. Da gibts:

  • James & Leah + Felicity, Edward, Elena + Titus (update July '17)
  • Nathan & Laura + Levi
  • Reuben & Chrissy + Luke, Naiomi + Ketura (update September '17)
  • Stuart & Grace + Esther-Jane, Katie-Ann, Rebecka
  • Adam
  • Bethany & Tim
  • Esther, Victoria, Isaiah

Alle super lieb und ich wurde überall wirklich herzlich aufgenommen!
Es ist eine sehr christliche Familie - so sind wir jeden Sonntag in die Kirche gefahren, ca 45 Minuten entfernt in Richtung Montreal.

Hurray! I found work!

Als Schreiner? Well, that's different.

Ja ist es. Und ich genieße es!

Mein erster Job war nicht ganz ein Schreinerjob. James hat mich angestellt um einen Keller von jemanden zu renovieren. Als ich ankam waren die Wände bereits mit Gipskarton hochgezogen. Nun hat gefehlt die Schrauben zu verputzen, die Fugen von den Fußleisten und Türleisten mit Silikon zu verstecken, den Putz abzuschleifen und alles zu streichen. Das war mein Job in den ersten Tagen. Dazu kam dann noch Fußboden legen und ein paar andere Kleinigkeiten (die mir gerade als ich den Artikel schreibe nicht einfallen).

Nach dem Job hab ich weiter für James gearbeitet. Es ging Richtung Spraypainting, wir lackierten ein paar Türen und Fußleisten mit der Sprühpistole. Ansonsten haben wir eine Fertigküche installiert.

Weiter war ich mit Stuart beschäftigt James' Shop zu errichten. Er hat ein Kornspeicher hinter seinem Haus und er baut im Kornspeicher seine neue Schreinerei. Wir verkleideten den ganzen Kornspeicher mit Latten und Gipskarton - das war eine heiden Arbeit.

Neue Erkenntnisse

Heute fand ich heraus, warum ich überhaupt so viele verschiedene Farben in meinen Augen habe.
Ich bin ein Chimera - ich habe Chimera Augen. Das bedeutet ich habe zwei DNA. In den ersten 4 Tagen verschmolz ich mit meinem Zwillingsbruder.

Darum also stehen die Chancen der Zwillinge in unserer Familie nicht schlecht ;)

Was gibts in der Countryside?

Ich kam ein wenig herum. Im Coopers March (in South Lancaster) habe ich einige Vögel dressiert, von meiner Hand ein paar Körner zu fressen. Mit den Wörtchen "Chickedi" lockst du sie und Lia sagte so schön: Gib acht dass du nur ein mal "chicke-di" und nicht "chicke-di-di" sagst. Die Chickedis sehen es als Bedrohung, bei wiederholung des "di".

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